Artgemäße Haltung

Unsere BDE-Ziegen leben in ganzjähriger Offenstallhaltung. Zu ihrem Bereich gehören der Ziegenstall + Kitzbox, Allwetterauslauf (640 qm), der Bockstall mit Unterstand (80 qm) und die Weide (ca. 5000 qm).

In der Ablammzeit verbleiben die frisch gebackenen Mütter mit ihrem Nachwuchs für ein paar Tage im Stall. Diese Zeit dient der nötigen Ruhe nach den Geburtsstrapazen, der Prägung von Mutter und Kinder und zur Gewöhnung an die neue Situation. Danach kann das Muttertier wieder zusammen mit der Herde die ge-wohnte Freiheit genießen und der mitlaufende Nachwuchs entdeckt täglich mehr das Umfeld.

Seit Anfang 2020 werden die Böcke nun separat gehalten. Im ehemaligen Pferdestall war bereits ein Teil als zweiter Offenstall hergerichtet und dieser dient seither als Bockstall. Dazu gehört der Unterstand und 2/3 des Allwetterauslaufs. – Die beiden Männer hatten die in der Geburt liegenden Muttertiere extrem belästigt und umhergesprengt. – Seither versuchten wir die erneute Zusammenführung der Herde zu schaffen, jedoch wurden die Mädels immer wieder bockig. Da dann auch die Jungböcke zu aufdringlich wurden und sowohl die Mädels, als auch die Jungdamen immer wieder bockten, kamen die Männer zu Vaterfreuden ;-). Dies zeigt sich bis jetzt als sehr praktikabel und die Männer haben sich mit den Jungspunden sehr gut arrangiert. Die Männerherde geht dann im Wechsel auf die Weide, während die Mädels in ihrem Stall Verdauungs-siesta halten.   …  Wir werden sehen, wie es so weiter läuft.

Die verschiedenen angebotenen Klettermöglichkeiten motivieren Alt und Jung die Balance zu trainieren sowie Sehnen, Gelenke, Muskeln zu stärken. Des Weiteren werden im Allwetterauslauf, im Unterstand und im ehemaligen Pferdestall Anreize geboten, sich zu Schubbern, zu Klettern, Spielen, Fressen und Ruhen. Neben dem Spaßfaktor fördert dies auf natürliche Weise ein besseres Körpergefühl und es ist zudem art-entsprechend.

Unterschiedliche Untergründe aus Stroh, Beton, Kies, gröberen Steinen, Sand und Wiese werden im Spiel bei der Umfeld Entdeckung kennengelernt. Ganz nebenbei sorgt das Laufen und Toben auf diesen Unter-gründen für eine gute Klauenentwicklung und einen natürlicheren Abrieb. Zusätzlich korrigieren wir die Klauen circa alle 2 – 3 Monate.

Neben vorbeugenden Hygienemaßnahmen, der pansenmilieustabilisierenden Kraftfutteranfermentierung mit Brottrunk, Fermentgetreide und Effektiven Microorganismen, praktizieren wir die Zeitgemäße Entwurmung. Hierbei wird zur Vorbeugung von Entwurmungsmittelresistenzen und unnötigen Stoffwechselbelastungen der Tiere, nur bei entsprechendem Kotprobenbefund entwurmt.

 

Hier ein paar Eindrücke:

Kitzbox und Ziegenoffenstall. Bei den Kraftfuttermahlzeiten werden Mütter und Kinder kurz getrennt

    

die Muttertiere werden angehängt und sie können ihre entsprechende Ration in Ruhe verspeisen

Aussenbereich der Mädels – seit 2020 getrennte Herden

    

Allwetterauslauf der Mädels mit Sandplatz, erhöhter Liege und Offenstall mit Vorplatz + Kiesweg zur Weide

    

der Weideweg mit Blick zum Allwetterauslauf beider Herden und die Schonung

Mädelsherde geht auf die Weide zum Grasen – danach sind dann die Männer dran

Männerherde ganz entspannt – ebenso die Mädels – ist doch schön 🙂

    

Unterstand der Männer mit Allwetterauslauf – seit 2020 getrennte Herden – links Mädelsbereich

Männerbande in ihrem Reich. … Mann unterhält sich 😉 …

im Unterstand: Spielbälle für Männer, sie sind heiß begehrt 😉

   

in den ehemaligen Pferdestall: nun Bockstall, mit Mineralfutterplätze, Jungspundfutterreifen

  

… und in die Ruhe- und Männerfutterbox 🙂

 

    

Auch im Winter sind unsere Tiere draußen                    Roma Florenzo stapft durch den Schnee

09/2017: Hier wird wohl überlegt: „Wo fangen wir heute mit Fressen an?“

    

Jeder versucht das beste Gräs- und Blättelein zu finden. Apropos Blättelein …

    

„Wovon sollt ich satt sein? Ich sprang nur über Gräbelein und fand kein einzig Blättelein, Mähhh!“ …

         

dieser Spruch der Ziege aus den Grimm`schen Märchen „Tischlein deck dich“ trifft den Wesenskern

Ist der Aufwuchs kurz, können sie die ganze Weidefläche nutzen, später wird sie in Parzellen eingeteilt

Ein schönes Bild:  Frei sich zu bewegen!