Über mich (Karin Erber)

09/2025

Wie alles begann

Von Anfang an zeigte sich bei mir eine große Liebe zur Natur und zu den Tieren – genährt durch die Erzählungen meiner Mutter aus ihrer Kindheit.

Meine Mutter wuchs im Vilstal neben einem Bauernhof auf, auf dem – wie damals üblich – verschiedene Tierarten gehalten wurden. Neben Pferden und Ochsen für die Feldarbeit züchtete man Trabrennpferde, hielt Kühe, Schweine und Geflügel und auch eine BDE-Ziege Namens „Medi“, im Farbtyp Frankenziege, die unter anderem zur Aufzucht verwaister Fohlen diente. Meine Mutter verbrachte viel Zeit dort und half von klein auf mit. Ich liebte ihre Geschichten über die Tiere und das Leben auf dem Hof – und so wuchs in mir früh die Sehnsucht nach eigenen Tieren.

 

 

Erste eigene Gedanken zum Umgang mit Tieren

Schon als Kind habe ich gerne beobachtet, zugehört und daraus meine Schlüsse gezogen. So entwickelten sich früh eigene Vorstellungen von artgerechter Haltung, naturnaher Fütterung und einem respektvollen, liebevollen Umgang mit Tieren. Die gängige Praxis stand dazu leider oft im Gegensatz. Da blieb es nicht aus, dass ich – mit dem Tierwohl vor Augen – immer wieder zum hartnäckigen, aber sanften „Prediger“ wurde.

 

Lernen von der Natur

Jede freie Minute verbrachte ich in der Natur, bei den Pferden und bei den Bauern unseres Dorfes. Zu unserem Nachbarbauern hatte ich ein besonders gutes Verhältnis und ich habe viel von ihm gelernt. Wie kaum jemand in meinem Umfeld achtete er auf ein intaktes Bodenleben. Jeden Sonntag ging er seine Felder ab, beobachtete und berücksichtigte den Einfluss des Mondes auf Saat, Düngung und Ernte.

Seine Philosophie prägt mich bis heute:
„Beobachte und arbeite im Einklang mit der Natur – so viel wie nötig, so wenig wie möglich.“

Seine Ernteerfolge zeigten mir eindrucksvoll – gerade im Vergleich zu anders wirtschaftenden Betrieben in unserem Dorf – wie viel Wahrheit in seinem Credo steckte.

 

Aufgewachsen mit Natur und Tieren 

Auch zu Hause war ich von Natur umgeben: Unser Garten mit Blumen, Obstbäumen, Beerensträuchern und einem großen Gemüsebeet diente der kleinen Selbstversorgung. Ich habe dort von Anfang an gerne mitge-holfen.

Tiere begleiteten mich schon immer – angefangen mit einem Hund, später kamen Katzen, Wellensittiche, Hunde, Papageien, Hasen, Hühner, Fische und Mastgeflügel dazu.

Die Hasenhaltung entwickelte sich bald zur Rassekaninchenzucht mit Vereinszugehörigkeit, und auch die Hühner wurden gezüchtet.

Mit zwölf Jahren erfüllte sich schließlich mein größter, innigster Traum: ein eigenes Pferd. Der ehemalige Traber „Texas Hannover“ wurde mein bester Freund – und wir waren gegenseitige Lehrmeister.

 

Der Traum vom eigenen Sacherl

Doch unsere Möglichkeiten zur Tierhaltung waren begrenzt. So entstand früh der Wunsch nach einem eigenen Sacherl mit ausreichend Grund, auf dem ich meine Tierliebe und meine Vorstellungen verwirklichen könnte. Dafür bekam ich als Kind öfter zu hören: „Wenn du so tierlieb bist und dich so für die Landwirtschaft interessierst, musst du halt mal einen Bauern heiraten.“ Warum auch immer wollte ich das nicht – ich wollte einfach nur einen Hof mit genügend Land. Das habe ich auch selbstbewusst kund getan. Die Antwort darauf war meist: „Ohne Bauer kein Bauernhof!“ …

 

Weiter geht es bei  „Erber Hof“ – „Wir“